Autofähre

Die Fahrt mit der Autofähre

Die Weiterreise mit der Autofähre bringt einige Vorteile. Nach geschätzten 1000 km Autostrecke zeigen sich die ersten Müdigkeitserscheinungen. Und wenn mindestens genau soviel bis zum Urlaubsziel gefahren werden musst, ist die Weiterfahrt mit der Autofähre wohl viel erholsamer. Da Sie sich im grunde genommen auf einem fahrenden Hotel befinden, können Sie sich ganz relaxt zurücklehnen und die Fahrt genießen.

Einige Reedereien bieten für weite Strecken sehr komfortabel eingerichtete Autofähren an. Fahrten mir Übernachtung gestalten sich daher sehr angenehm für die Weiterreise. Sie besitzen Ihre eigene Kabine, können in Restaurants essen, im Schiff shoppen, in Lounge, Cafes, Bars und mit viele andere Annehmlichkeiten Ihre Zeit genießen.

 

Autofähre Anbieter

Es gibt zahlreiche Anbieter im Netz wie Ocean24 oder ferrylines, Goferry, die auf ihrer Website die Möglichkeiten bieten sich ausreichend zu informieren und den gewünschten Tarif online zu buchen.

Die schnellste Autofähre der Welt

In der Sultanat Oman haben die schnellsten Autofähren ihren Hauptsitz. Die Hormuz und ihr Schwesterschiff Shinas verbinden den Hafen von der Hauptstadt Muscat (Maskat) mit der Enklave Khasab, welches 500 Kilometer entfernt ist und sich auf der nördlichen arabischen Halbinsel befindet. Die Fahrtzeit mit dem Monster Katamarane beträgt gerade mal fünf Stunden.

Betreiber der Katamarane ist eine Flensburger Firma: die Förde Reederei Seetouristik.
Die Aluminiumschiffe wurden 2008 auf der australischen Werft Austal gebaut. Im Inneren der Fähre arbeiten vier 20-Zylinder-V-Motoren aus der deutschen Trieberksschmiede MTU. Um die Schiffe auf Hochgeschwindigkeit zu bringen leistet jeder der vier Turbodiesel allein 8800 PS. Die Kapazität umfasst 200 Passagiere und knapp 100 Fahrzeuge.

Die Größte Autofähre der Welt

Mit einer Länge von 209 m und Breite von 31,84 m ist die Ulysses der Reederei Irish Ferries die größte Fähre. Ihre Kapazität umfasst 1342 Fahrzeuge und etwa 1900 Passagiere die sich auf 12 Decks verteilen. Die Spurlänge beträgt 4076 m wobei die Ladezeit für die Fahrzeuge 90 Min in Anspruch nimmt.

Auf der finnischen Werft Aker Finnyards wurde sie speziell für die stürmischen See zwischen den britischen Inseln gebaut. Die Ulysees verfügt über 4 Dieselmotoren mit je 9 Zylinder bei der jeder 7800 kW Leistung bringt.

 

Die Bodeenseefähre

Nach dem 1. Weltkrieg war die Konstanz von seinem schweizerischen Hinterland, den Kantonen Thurgau und St. Gallen, abgeschlossen, sodaß ein großer Teil des Handels sein Absatzgebiet verlor. Um ihre ungünstige wirtschaftliche Lage zu verbessern musste die Konstanz neue Wege suchen.

Im November des Jahres 1924 entstand, in einer Besprechung über Verkehrsfragen, die erste Anregung zur Schaffung einer Fähre. Im Januar 1925 ergänzte der Stadtrat einen  Beschluss um über die Idee der Fähre zu beraten. So wurden 20 Vertreter der Konstanzer Unternehmen vom Oberbürgermeister Dr. Moericke zur Besprechung eingeladen. In der Besprechung setzte sich der Bürgermeister Arnold für die Fähre ein und gab genauere Vorstellung über die Bebauung der Fähre und der Anlegehäfen. Da man die Rentabilität nicht einschätzen konnte, ist die Idee der Fähre nicht günstig von der Reichsbahn aufgenommen worden. Dennoch gewann die Anregung genug Zustimmung von verschiedene Stadträte und Bürgermeistern. Sogar Kraftfahrzeugbesitzer im Seekreis, die nach ihrer Meinung gefragt wurden, stimmten der Idee einer Fähre zu.

Durch wachsende Zustimmung wurde vom Ausschuss ein Kostenvoranschlag erstellt. Als Anlegehäfen wurde Staad und Meersburg festgelegt und der Kostenvoranschlag für die zwei Ladestellen und ein Schiff belief sich auf 250 000 RM. Bei der späteren Planung und Durchführungsphasen stellte sich heraus das die Kosten deutlich stiegen. Der Stadtrat bewilligte im Dezember 1927, durch den Fortschritt des Schiffs- und Ländenbaus, einen Etat von 608 000 RM.

Entscheidende Sitzung

Auf großen Widerstand stieß das Projekt von den Bürgermeistern der Nachbar Gemeinden und Städte wie Singen und Radolfzell auf Konstanzer sowie Salem und Uhldingen auf Meersburger Seite. Sie sprachen dem Projekt Fähre sämtliche Wirtschaftlichkeit ab.

Am 13.12. 1927 fand die entscheidende Sitzung über das Projekt statt. In der sich besonders Oberbürgermeister Moericke, Bürgermeister Arnold und Stadtverordneten Obmann Ellegast einsetzten. Es stimmten 63 Stadtverordnete für und 20 gegen die Gewährung der erforderlichen erhöhten Mittel. Im gleichen Jahr wurde mit der Bodan-Werft ein Vertrag für die Bebauung einer Kraftwagen Fähre abgeschlossen. Nach zügigem Bau wurde am 7. Februar 1928 in Anwesenheit der Vertreter der Stadt der Schiffsrumpf zu Wasser gelassen.

Der Fährbetrieb wurde am 30. September 1928 aufgenommen. Technisch war es das erste europäisches Fährschiff für Kraftfahrzeuge auf einem Binnensee. Sie umfasste eine Kapazität für 15 Autos. Bereits 1929 wurden 48.000 PKWs und LKWs sowie 360.000 Passagiere befördert. Schon im Jahr 1930 wurde ein zweites Schiff fertig- und in Dienst gestellt. Sie war etwas größer als das erste Schiff und hatte oberhalb des Fahrdecks ein Aufenthaltsdeck welches das Bauschema für die heutigen Fähren einführte.

In den folgenden Jahren entwickelte sich die Benutzung der Fähren immer mehr zu Beliebtheit. Mit steigender Nachfrage stieg auch die Anzahl der Fähren. Für die Fährbetreiber erwiest es sich zur ein profitables Geschäft.

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